Kirche: Aleppo nicht vergessen

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  • Syrien - 12.01.2017

Hilfsorganisationen, Kirche und Politik rufen dazu auf, die Menschen in Aleppo nicht im Stich zu lassen. „Dies ist die Stunde der humanitären Hilfe. Die ganze Weltgemeinschaft muss den leidenden Menschen in Syrien zur Seite stehen“, betonte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Donnerstag.

Die Kirche sei sehr aktiv, so der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz. „Aber unsere Hilfswerke brauchen Spender. Auch jeder in Deutschland kann also etwas Konkretes tun, um menschliches Leiden zu lindern“.

Die katholische Hilfsorganisation Caritas international sprach von einer katastrophalen Situation für die Menschen in Aleppo. Man habe derzeit keinen Zugang zum heftig bombardierten Ostteil der Stadt, sagte ein Sprecher der „Südwestpresse“. Krankenhäuser seien zerstört oder ohne Strom. Zudem gebe es kaum noch Medikamente.

Das katholische Hilfswerk Misereor verwies darauf, dass der Krieg auch nach der Eroberung von Aleppo weitergehe. Astrid Meyer, Misereor-Referentin für Syrien, äußerte sich im domradio auch zur Situation vor Ort. Es sei „enorm schwierig und ein enormer Druck, zu wissen, dass man mit der Hilfe viel zu viele Menschen nicht erreicht“.

Der Vorsitzende des Stadtrates von Ost-Aleppo forderte unterdessen eine umgehende Evakuierung von Menschen. „Stoppt das Töten, rettet die Kinder! Wir brauchen heute eine Lösung“, sagte Brita Hagi Hasan in Brüssel. Morgen könne es bereits zu spät sein für Aleppo.

 

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