„Ein weiterer Schritt der Kurienreform“

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  • Vatikan - 12.09.2016

Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Stephan Ackermann, begrüßt die Einrichtung einer neuen Kurienbehörde für soziale und Menschenrechtsfragen. In seinem Glückwunschschreiben an Kardinal Peter Turkson, der das neue Dikasterium ab dem 1. Januar 2017 leiten wird, bezeichnete der Trierer Bischof die Schaffung der neuen Behörde als „weiteren Schritt der Kurienreform“.

In dem neuen „Amt für ganzheitliche Entwicklung des Menschen“ gehen drei bisherige päpstliche Räte auf, welche zum 1. Januar 2017 aufgelöst werden: die Räte für Gerechtigkeit und Frieden, für Migranten und Menschen unterwegs sowie für die Pastoral im Krankendienst und der Rat für päpstliche Nothilfe „Cor Unum“.

Die Zusammenlegung der Räte erlaube eine integrierte Betrachtung und Bearbeitung der Fragen von Gerechtigkeit und Frieden einerseits und Flucht und Migration andererseits, so Ackermann. Menschenrechtsfragen, menschenwürdige Arbeit für Wanderarbeiter und ihre Familien, Fragestellungen von Entwicklung, Frieden und Sicherheit seien eng mit der Migration als einem Hauptphänomen der Globalisierung verbunden, sagte der Justitia-et-Pax-Vorsitzende.

An Kardinal Turkson gerichtet erklärte Ackermann: „Mit der Bündelung der Aufgaben und der bisherigen Strukturen ist Ihnen eine große Aufgabe gestellt, bei der Ihnen Ihre reichen Erfahrungen als Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden sicher zugutekommen werden.“

Zugleich erinnerte der Trierer Bischof an die Enzyklika „Populorum Progressio“, die vor 50 Jahren ebenfalls die integrale Entwicklung des Menschen in den Mittelpunkt gestellt habe. Das päpstliche Lehrschreiben habe damals nicht nur die Gründung des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden angeregt, sondern auch den Impuls für die Nationalen Kommissionen Justitia et Pax gegeben. (lek)

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