Missio startet Kampagne zur Heiligsprechung von Mutter Teresa

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  • Hilfswerke - 08.08.2016

Einfach mal Mutter Teresa sein.“ Unter diesem Leitgedanken hat das katholische Hilfswerk Missio Aachen eine mobile Ausstellung, geistliche Impulse und Aktionsmaterial zur Vorbereitung der Heiligsprechung von Mutter Teresa am 4. September vorgestellt. „Wir wollen helfen, dass diese Heilige der Barmherzigkeit und ihr Anliegen einen Platz in unseren Gemeinden findet“, sagte Missio-Präsident Prälat Klaus Krämer am Montag in Aachen.

Die 1910 in Skopje geborene Ordensfrau war durch den Dienst in den Elendsvierteln der indischen Metropole Kalkutta bekanntgeworden. Sie starb am 5. September 1997 im Alter von 87 Jahren. Ihre Hilfe für die Ärmsten machte Mutter Teresa seit den 70er Jahren weltberühmt. 1950 gründete sie den heutigen Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“, der sich vor allem für Straßenkinder, Obdachlose, Arme und Kranke engagiert.

Foto-Ausstellung, geistliche Impulse und ein Gebetszettel

Gebetszettel mit dem Aufdruck „Einfach mal Mutter Teresa sein“.

Missio Aachen

Im Rahmen der Missio-Kampagne können Kirchengemeinden, Schulen, Bildungseinrichtungen und andere Interessenten eine mobile Foto-Ausstellung über Mutter Teresa ausleihen. Darüber hinaus stellt das Hilfswerk Gebete und liturgische Elemente für Gottesdienste, Gebetszettel  und eine Visitenkarte mit dem Aufdruck „Einfach mal Mutter Teresa sein“ zur Verfügung. Auf der Karte lädt ein Zitat der  Friedensnobelpreisträgerin zur Nächstenliebe im Alltag ein. Die Foto-Ausstellung zeigt auf acht Roll-Ups Bildmotive und ausgewählte Gebetstexte von Mutter Teresa und der Arbeit ihres Ordens. Wie das Hilfswerk mitteilte, stammen die Bilder vom früheren Missio-Fotografen Karl-Heinz Melters, der Mutter Teresa auf seinen Reisen mehrmals getroffen habe.

„Mit diesem spirituellen Angebot können unsere Gemeinden und Gläubigen die Heiligsprechung von Mutter Teresa hier in Deutschland mitfeiern und ihrer außergewöhnlichen spirituellen Kraft nachspüren“, erklärte Missio-Präsident Krämer das Ziel der Kampagne. (lek/Missio/KNA)

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Mutter Teresa von Kalkutta

Die Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa von Kalkutta (1910–1997) ist als „Mutter der Armen“ weltweit bekannt. Als Albanerin mit bürgerlichen Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu im heute mazedonischen Skopje geboren, wollte sie schon als Schulmädchen Missionsschwester werden. Mit 18 Jahren trat sie bei den Loreto-Schwestern ein, die sie als Lehrerin nach Kalkutta sandten.

1948 verließ sie diese Gemeinschaft, um ihrer nach eigenem Empfinden eigentlichen Bestimmung nachzugehen. In einen weißen Sari, die übliche indische Frauentracht, gekleidet, siedelte sie in eines der schlimmsten Elendsviertel von Kalkutta über, um dort das Leben der Armen zu teilen.

Schon ein Jahr später konnte sie dort mit einheimischen jungen Frauen, die sich ihr anschlossen, eine Gemeinschaft bilden, die „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Vor allem ihre Heime für Findelkinder und ihre Sterbehäuser für todgeweihte Obdachlose machten sie über Indien hinaus bekannt.

Am 5. September 1997 starb Mutter Teresa 87-jährig in Kalkutta. Bereits sechs Jahre später, am 19. Oktober 2003, sprach Papst Johannes Paul II. (1978–2005) sie selig. Die Heiligsprechungsfeier für Mutter Teresa findet am 4. September auf dem Petersplatz in Rom statt. (KNA)

Material zur Kampagne

Alle geistlichen Impulse, liturgischen Hilfen und die mobile Foto-Ausstellung können im Internet auf der Missio-Website bestellt bzw. ausgeliehen werden:

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