Keine Gewalt im Namen Gottes

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  • Interreligiöser Dialog - 22.06.2016

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat dazu aufgerufen, Gewalt und Fundamentalismus nicht mithilfe von Religionen zu legitimieren. „Aktuell werden die monotheistischen Religionen immer wieder beschuldigt, Gewalt hervorzurufen. Insbesondere der Islam steht in der Kritik“, erklärte der Generalsekretär des ZdK, Stefan Vesper, am Montag in Bonn.

Um dem entgegenzuwirken hat das katholische Laiengremium auf seiner Frühjahrsvollversammlung eine Erklärung seines Gesprächskreises „Christen und Muslime“ mit dem Titel „Keine Gewalt im Namen Gottes!“ verabschiedet. Darin unterstreichen namhafte Christen und Muslime aus Wissenschaft und Gesellschaft das friedensstiftende Potential ihrer Religionen.  „Als Christen und Muslime verurteilen wir jedweden Fundamentalismus, Radikalismus, Fanatismus und Terrorismus, seien sie religiös oder anders begründet“, heißt es in dem Papier.

Der ZdK-Gesprächskreis ruft Christen und Muslime in seiner Erklärung dazu auf, der gemeinsamen Anwaltschaft für den Frieden deutlichen Ausdruck zu verleihen. „Den Frieden zu bewahren, zu befördern und zu erneuern, ist die gemeinsame Aufgabe von christlichen und muslimischen Gläubigen“, so die Autoren des Papiers.

Laut ZdK-Generalsekretär Vesper solle die Erklärung Diskussionsgrundlage und zugleich Ermutigung für die zahlreichen Akteure im christlich-muslimischen Dialog sein. Zu den Autoren des Papiers zählen u. a. der Islamwissenschaftler und DITIB-Sprecher Bekir Alboğa, der Geschäftsführer der Christlich-islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle der Deutschen Bischofskonferenz (CIBEDO), Timo Aytac Güzelmansur, die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi und Johannes Stein, Präses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). (lek)

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