15,7 Millionen Euro für Projekte in der Diaspora

  • Hilfswerke - 14.06.2016

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken hat im vergangenen Jahr 891 Projekte in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums mit 15,7 Millionen Euro gefördert. Das waren 1,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Dienstag in Paderborn veröffentlichten Jahresbericht 2015 des Hilfswerks hervorgeht. Das Werk unterstützt Katholiken in extremen Minderheitensituationen und fördert so die Seelsorge in den Bereichen der Deutschen und Nordischen Bischofskonferenz (Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island) sowie in den Ländern Estland und Lettland.

Ebenso gab es laut Jahresbericht einen Zuwachs an Spenden um 16 Prozent auf 3,1 Millionen Euro. Auch die Kollekten stiegen um 200.000 Euro auf 4,87 Millionen Euro. Die Anzahl der geförderten Projekte blieb im vergangenen Jahr stabil, zukunftsweisende Vorhaben wurden mit höheren Fördersummen bedacht.

Die 2015 durchgeführte Spenderbefragung sei hilfreich, um Förderprojekte zielgerichteter zu adressieren, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus. „Zudem sind wir sicher, dass unsere kontinuierliche Bildungsarbeit und unsere pastoralen Hilfen dazu beitragen, dass die Inhalte und der Auftrag des Bonifatiuswerkes bei unseren Spendern positiv wahrgenommen werden“.

Das Bonifatiuswerk förderte demnach Projekte im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz mit 6,1 Millionen Euro, in Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island mit 1,4 Millionen Euro und in Estland und Lettland mit 860.000 Euro. Darin enthalten sind 77 Bauprojekte mit 3,35 Millionen Euro, 728 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 2,1 Millionen Euro und 39 Projekte der Glaubenshilfe mit 612.000 Euro. Durch die Verkehrshilfe konnte die Anschaffung von 47 „Boni-Bussen“ und Gemeindefahrzeugen für mehr als 880.000 Euro unterstützt werden. In missionarische Projekte und Initiativen zur Neuevangelisierung sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen 2,3 Millionen Euro, in die Projektbetreuung und -begleitung rund 396.000 Euro. Aus den Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 4,6 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

Insgesamt weist der Jahresbericht Einnahmen von 24 Millionen Euro aus. Neben den Projektförderungen seien 4,5 Millionen Euro Rücklagen gebildet worden, 1,8 Millionen Euro beträfen vermögenswirksame Ausgaben. Für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung seien 1,9 Millionen Euro aufgebracht worden. Demnach verwendete das Hilfswerk 8,13 Prozent seiner Einnahmen für Werbung und Verwaltung; dies sei nach Kriterien des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen, das das DZI-Spendensiegel erteilt, sehr niedrig.

© KNA

Jahresbericht 2015

Den Jahresbericht 2015 des Bonifatiuswerks können Sie online einsehen und als PDF herunterladen unter:

www.bonifatiuswerk.de