Bischöfe veröffentlichen Arbeitshilfe zum Weltfriedenstag

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  • Weltfriedenstag - 18.12.2015

Anlässlich des Weltfriedenstags am 1. Januar 2016 hat die Deutsche Bischofskonferenz eine Arbeitshilfe veröffentlicht, die sich vor allem an Kirchengemeinden, Verbände und Gruppen richtet. Sie stellt Materialien zum 49. Weltfriedenstag und zum Leitthema „Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden“, mit dem Papst Franziskus seine Botschaft zum Weltfriedenstag überschrieben hat, zur Verfügung.

In seinem Leitwort zur Arbeitshilfe verweist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf die gewaltgeladenen Auseinandersetzungen, die die aktuelle Situation in vielen Teilen der Welt prägen und eine Zuschauerrolle Europas ausschließen: „Europa erlebt in diesen Tagen, wie nahe uns die Konflikte gekommen sind.“ Nicht zuletzt die große Zahl der Flüchtlinge, die in diesem Jahr nach Europa und besonders nach Deutschland gewandert seien, zeigten, dass „wir Europäer keine unbeteiligten Beobachter von Krieg und Gewalt sein können.“

Die Arbeitshilfe enthält unter anderem einen Text von Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer des Hilfswerks Misereor. Unter dem Titel „Armut und Gleichgültigkeit“ unterstreicht er, dass arm sein vor Gott die Gleichgültigkeit gegenüber den Armen und ihrer Lebenssituation überwinde. „So kann es für Christinnen und Christen keine Gleichgültigkeit gegenüber den Hungrigen, den Durstigen, den Fremden, den Obdachlosen, den Nackten und den Gefangenen, also den Armen geben, weil Jesus selbst uns in ihnen begegnet.“ In der Nachfolge Jesu könne es keine Gleichgültigkeit geben – gegenüber niemandem, betont der Misereor-Chef.

Neben einem Predigtentwurf zum Weltfriedenstag enthält die Arbeitshilfe weitere Beiträge, die das Thema in entwicklungs- und migrationspolitische Zusammenhänge stellen, sowie Anregungen für eine Gebetsstunde und das Ökumenische Friedensgebet 2016. (lek)

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Botschaft zum Weltfriedenstag - 15.12.2015

In seiner Botschaft zum katholischen Weltfriedenstag am 1. Januar ruft Franziskus zur besseren Integration von Flüchtlingen auf.

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