Hilfe für die Flüchtlingshelfer

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  • Hilfswerke - 06.10.2015

Das katholische Hilfswerk Missio hat im vergangenen Jahr rund 49 Millionen Euro in insgesamt 850 Hilfsprojekte investiert. Mit dem Geld wurden kirchliche Aktivitäten in Afrika, Asien und Ozeanien unterstützt, wie das Hilfswerk am Montag in Aachen mitteilte. Ein Schwerpunkt der Arbeit liege derzeit auf der Unterstützung der Flüchtlingsarbeit vor Ort.

Die Kirche widme sich im Nahen Osten, Afrika und Asien derzeit der großen Aufgabe, Millionen von Flüchtlingen zu versorgen, sagte Missio-Präsident Klaus Krämer laut der Mitteilung. „Sie steht dabei am Rande ihrer Leistungsfähigkeit.“ Das Hilfswerk habe daher im vergangenen Jahr verstärkt die Flüchtlingsarbeit in den betroffenen Staaten unterstützt. Insgesamt etwa 2,6 Millionen Euro seien speziell für diese Aufgabe aufgewendet worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Schwerpunkte der Flüchtlingshilfe waren unter anderem die von der Terror-Miliz des „Islamischen Staates“ umkämpften Länder Syrien und Irak.

Ausbildung und pastorale Arbeit der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien

Wie das Hilfswerk mitteilte, stiegen die Spendeneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Prozent auf fast 20 Millionen Euro. Unter den weiteren Einnahmen seien auch knapp vier Millionen Euro aus der bundesweiten Kollekte zum Weltmissionstag 2014 gewesen. Laut Missio floss mit über 32 Millionen Euro der größte Teil des Budgets in die Ausbildung und pastorale Arbeit der Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien.

„Was die Kirche in den Herkunftsgebieten der weltweiten Migration leistet, wird bei uns zu wenig gewürdigt.“

— Prälat Klaus Krämer, Präsident des Hilfswerks Missio

Der Erlös der Missio-Jahreskampagne 2015 soll schwerpunktmäßig der Kirche in Tansania zugute kommen. Die tansanische Kirche kümmere sich derzeit um 150.000 Flüchtlinge, heißt es in der Mitteilung. „Was die Kirche in den Herkunftsgebieten der weltweiten Migration leistet, wird bei uns zu wenig gewürdigt. Politik und Zivilgesellschaft in Europa dürfen die Kirche in Afrika, dem Nahen Osten und Asien nicht allein lassen. Sie braucht von dieser Seite mehr Aufmerksamkeit“, forderte Krämer. (kim)

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