Papst mahnt EU-Umweltminister zum Kampf gegen Klimawandel

  • Klimaschutz - 17.09.2015

Papst Franziskus hat die Umweltminister der EU-Staaten zu einer entschlossenen Linie bei der bevorstehenden Weltklimakonferenz aufgefordert. Für einen Erfolg des Gipfels in Paris bleibe noch viel zu tun, sagte er am Mittwoch bei einer Audienz mit den europäischen Ressortchefs im Vatikan. Die Konferenz müsse im Zeichen von Solidarität, Gerechtigkeit und der Teilhabe aller Menschen an den Ressourcen der Erde stehen.

Solidarität bezeichnete Franziskus als ein heute „vergessenes Wort“. Dabei seien vor allem die Armen von den Folgen von Klimawandel und Umweltverschmutzung betroffen. Daher müssen nach seinen Worten der Kampf gegen den Klimawandel und der gegen die Armut Hand in Hand gehen. Franziskus mahnte einen neuen Lebensstil und einen zurückhaltenden Verbrauch von Ressourcen an. Die Ausbeutung von Naturreserven habe in „einigen Ländern“ historische Ausmaße erreicht. Zudem betonte der Papst die Notwendigkeit, erneuerbare Energien zu fördern und ärmeren Staaten mit moderner Umwelttechnologie zu helfen.

Die UN-Klimakonferenz tagt vom 30. November bis 11. Dezember in der französischen Hauptstadt. Angestrebt wird die Verabschiedung einer neuen internationalen Klimaschutzvereinbarung in der Nachfolge des Kyoto-Protokolls von 1997/2005.

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