Startschuss für die Klimapilger

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  • Ökumenischer Pilgerweg - 14.09.2015

Mit einem Festakt, Symposien, Workshops und einem ökumenischen Gottesdienst hat am Sonntag die Aktion „Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ in Flensburg ihren bundesweiten Auftakt genommen. Auf zwölf Etappen und rund 1.500 km Wegstrecke werden die Pilgerinnen und Pilger von Flensburg über Bremen, Osnabrück, Dortmund, Wuppertal, Bonn, Perl und Montmiral bis nach Paris wandern, wo sich vom 30. November bis 11. Dezember 2015 die Staats- und Regierungschefs zur Weltklimakonferenz treffen.

Die Schirmherrschaft für diesen Pilgerweg haben Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, Karin Kortmann, Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, und Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, übernommen.

Beim ökumenischen Auftakt-Gottesdienst am Wochenende predigte die Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. Es sei ein beeindruckendes Zeichen, wenn sich Christen aus mehreren Ländern zu Fuß auf einen anstrengenden Weg machten, sagte die evangelische Theologin im Vorfeld. „Ihr Weg wird auch anstrengend sein – ein Sinnbild dafür, dass es der Anstrengung der Weltgemeinschaft bedarf, um die Verhandlungen beim Klimagipfel zum Erfolg zu führen.“

Geht doch!

Anlässlich der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris riefen die Kirchen zu einem ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit auf.

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Spirituelle Besinnung und politisches Engagement

„Der ökumenische Pilgerweg bringt zusammen, was zusammengehört: Klimaschutz und globale Gerechtigkeit. Unser Glaube ermutigt uns, dass wir uns beherzt für beides einsetzen“, betont Landesbischof Bedford-Strohm. Das gemeinsame Pilgern sei eine Chance, spirituelle Besinnung mit politischem Engagement zu verbinden. „Auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz in Paris wollen wir als Christinnen und Christen auf den Zusammenhang von Klimaschutz und globaler Gerechtigkeit hinweisen. Von den Entscheidungen in Paris hängt das Überleben von Millionen Menschen ab“, erklärt Karin Kortmann. „Es ist sehr eindrucksvoll, in Gemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Menschen für ein und dasselbe Ziel unterwegs zu sein. Wir laden weit über den konfessionellen Bereich alle ein, ein Stück des Weges mit uns zu gehen.“

 

„Der Klimawandel ist kein Schreckgespenst mehr, sondern Wirklichkeit. Wir müssen alles tun, um ihn zu begrenzen und seine Folgen möglichst gering zu halten.“

— Erzbischof Ludwig Schick, Schirmherr des Klimapilgerwegs

Erzbischof Schick betont zum Auftakt des Ökumenischen Pilgerweges: „Der Klimawandel ist kein Schreckgespenst mehr, sondern Wirklichkeit. Wir müssen alles tun, um ihn zu begrenzen und seine Folgen möglichst gering zu halten.“ Der Klimawandel sei nicht nur eine Bedrohung für künftige Generationen, „er ist auch jetzt schon bei vielen Partnern in der Weltkirche Realität. Wenn die Wasserversorgung sichtbar knapp wird und extreme Unwetter spürbar zunehmen, dann fordern unsere Partner weltweit zu Recht, dass wir zur Lösung beitragen, statt Teil des Problems zu bleiben.“

Am 29. November 2015 werden die Pilger gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen eine Resolution übergeben. Bis heute haben sich mehr als 300 Langzeit-Pilgerinnen und Pilger angemeldet. Dazu kommen die vielen Tagespilger, die sich regional dem Pilgerzug anschließen. (DBK/KNA)

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Weitere Informationen und Materialien zum Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit finden Sie in unserem Dossier.

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