„Besiegt die Gleichgültigkeit“

  • Weltfriedenstag - 11.08.2015

Der nächste Weltfriedenstag der katholischen Kirche steht unter dem Motto: „Besiege die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden“. Am Dienstag veröffentlichte der Vatikan die Botschaft von Papst Franziskus zu der Initiative am 1. Januar 2016.

Die Gleichgültigkeit gegenüber den Übeln der Gegenwart sei einer der wichtigsten Gründe für den fehlenden Frieden in der Welt, heißt es darin. Sie entstehe oft aus einer Kultur des Individualismus, die Isolation, Ignoranz und Selbstsucht erzeuge. „Der Zuwachs an Informationen bedeutet nicht per se einen Zuwachs an Aufmerksamkeit für die Probleme, wenn sie nicht von einer auf Solidarität beruhenden Offenheit des Bewusstseins begleitet werden.“

Als Hindernis für den Frieden nannte der Papst neben Krieg, Massenmorden und Vertreibung auch Fundamentalismus, Intoleranz, Verfolgung aus religiösen und ethnischen Gründen, fehlende Rechte ganzer Völker, moderne Formen der Sklaverei sowie Korruption und das organisierte Verbrechen. Es brauche mehr Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für die Opfer, forderte der Papst. Im Kampf gegen die Gleichgültigkeit seien Familien, Lehrer, Medienschaffende, Intellektuelle und Künstler gefordert. „Frieden ist möglich, wenn die Rechte jedes menschlichen Wesens geachtet und respektiert werden“, schreibt Franziskus.

Jährlich begeht die Kirche am 1. Januar den Weltfriedenstag, im kommenden Jahr zum 49. Mal. Die Initiative geht zurück auf Papst Paul VI. (1963–1978).

© KNA

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