Katholikenkomitee wirbt für Ökumenischen Klima-Pilgerweg

  • Würzburg - 08.05.2015

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, appelliert an die Bundesregierung, sich bereits im Vorfeld der im Herbst in Paris stattfindenden UN-Klimakonferenz für einen stärkeren Klimaschutz einzusetzen.

Sie müsse die Rahmenbedingungen schaffen, um die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, fügte Glück am Freitag vor der Frühjahrsvollversammlung des ZdK in Würzburg hinzu. „Wer sich für den Klimaschutz einsetzt, engagiert sich für die Schöpfung Gottes und damit für christliche Werte! Es ist mir unverständlich, warum in vielen Ländern ausgerechnet konservative Kräfte die Fortschritte im Klimaschutz blockieren.“ Innovationen im Klimaschutz stärkten darüber hinaus auch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.

Aufruf zum Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann rief zur Beteiligung am Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit auf. Damit solle den Politikern Beine gemacht werden, im Dezember in Paris ein wirksames Klimaschutzabkommen zu beschließen, sagte sie. Die ärmsten Länder und Menschen seien von den Folgen der Klimaveränderung am stärksten betroffen. Deshalb müsse eine internationale Klimapolitik sowohl Klimaschutz als auch Klimagerechtigkeit umfassen.

Der Pilgerweg startet am 13. September in Flensburg und soll Ende November/Anfang Dezember in Paris enden. Er führt sowohl an „Schmerzpunkten“, etwa dem Braunkohletagebau in Inden bei Aachen, aber auch an „Kraftorten“ wie dem UN-Klimasekretariat in Bonn vorbei. Das Projekt wird von einem ökumenischen Bündnis getragen. An ihm beteiligen sich katholische Diözesen, evangelische Landeskirchen sowie Entwicklungsdienste, Missionswerke, Orden und Verbände.

© KNA