Misereor fordert mehr Hilfen für Syrien

  • Aachen - 30.03.2015

Vor der dritten Geberkonferenz für Syrien hat das katholische Hilfswerk Misereor mehr Hilfen für Flüchtlinge gefordert. Die Nachbarländer Syriens, die die größte Zahl an Flüchtlingen aufnähmen, bräuchten weiterhin Unterstützung. Sie stießen im fünften Jahr des Bürgerkriegs an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, sagte Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon am Montag in Aachen.

„Die Not der Menschen in Syrien und derjenigen, die in die Nachbarländer geflüchtet sind, ist unbeschreiblich“, so Bröckelmann-Simon. „Sie brauchen dringend weitere Unterkünfte, Lebensmittel, Kleidung, eine ärztliche Versorgung, die Möglichkeit für die Kinder, zur Schule zu gehen und die Gewissheit, für die Dauer der Flucht und Vertreibung einen sicheren Ort für sich und ihre Familien zu finden“.

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Der Libanon habe inzwischen die weltweit höchste Pro-Kopf-Flüchtlingsrate, so Bröckelmann-Simon, der mehrmals zu Besuchen in der Region war. Ein Drittel der libanesischen Einwohner seien Flüchtlinge aus Syrien. Dadurch seien etwa die Versorgungssysteme überlastet. „Krankenhäuser und Schulen sind überfüllt, die Preise für Lebensmittel und Mieten steigen stetig.“

Der Krieg in Syrien hat bislang mehr als 200.000 Todesopfer gefordert und zu Fluchtbewegungen mit 7,6 Millionen Inlandsvertriebenen geführt (Stand März 2015). Knapp vier Millionen Menschen sind in die Nachbarländer geflüchtet. Die Vereinten Nationen rechnen mit 4,27 Millionen Flüchtlingen bis Ende 2015. Die Geberstaaten treffen sich am morgigen Dienstag in Kuwait. (KNA/Misereor)

Hilfe für syrische Flüchtlinge

Im Libanon suchen die meisten syrischen Flüchtlinge Schutz. Misereor-Partnerorganisationen leisten Nothilfe vor Ort. Weitere Informationen und Möglichkeiten zu spenden finden Sie unter:

www.misereor.de

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