Misereor-Bischof Burger begleitet Gauck nach Peru und Uruguay

  • Freiburg - 18.03.2015

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger reist ab Donnerstag mit Bundespräsident Joachim Gauck nach Peru und Uruguay. Als Misereor-Bischof will sich Burger unter anderem über Projekte der Entwicklungszusammenarbeit informieren. Zudem ist Peru Partnerland des badischen Erzbistums; im kommenden Jahr besteht die Partnerschaft seit 30 Jahren. Geplant ist auch ein Besuch in der katholischen deutschen Gemeinde in Perus Hauptstadt Lima.

Burger betonte, die Einladung in die Delegation des Bundespräsidenten zeige, dass Gauck das katholische Hilfswerk Misereor als verlässlichen Partner in der Entwicklungsarbeit sehe. „Dass ich als Misereor-Bischof an dieser Reise teilnehmen darf, ist eine Anerkennung seitens der Bundesrepublik für die geleistete Arbeit von Misereor.“

Gauck befasst sich bei der neuntägigen Reise auch mit der deutschen Zusammenarbeit mit Peru und Uruguay im Bildungs- und Wissenschaftsbereich. In Lima will Gauck ein Ausbildungszentrum für Umwelttechniker einweihen. In einem Gespräch mit Wirtschaftsvertretern wird er sich über Korruption und soziale Verantwortung von Unternehmen informieren. Auch ein Besuch der nationalen Gedenkstätte für die Opfer des internen bewaffneten Konflikts in Peru und eine Diskussion mit Vertretern der Zivilgesellschaft stehen auf dem Programm.

Während des Aufenthalts in Uruguay wird Bundpräsident Gauck nach politischen Gesprächen in Montevideo ein deutsches Unternehmen besuchen, das sich auch sozial im Land engagiert, ein Frauenfußballprojekt eröffnen und an einer Diskussionsrunde mit Jugendlichen zu Fragen der sozialen Inklusion Jugendlicher in Uruguay teilnehmen. (lek mit KNA)

Partnerschaft zwischen Freiburg und Peru

Die Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und der katholischen Kirche in Peru wurde im Jahr 1986 gegründet. Heute engagieren sich rund 140 Gemeinden und Verbände in der Partnerschaftsarbeit, deren drei Säulen Kommunikation, Spiritualität und Solidarität sind. In Besuchen, durch Information und Austausch über die jeweilige Situation im Partnerland und im Gebet füreinander erhält die Partnerschaft ein Gesicht. Mehr Informationen zur Partnerschaft erhalten Sie unter

www.partnerschaft-freiburg-peru.de

Freiwilligendienst in Peru

Auch der Freiwilligendienst ist ein fester Bestandteil der Partnerschaft zwischen der Kirche in Freiburg und Peru. Die Fachstelle „Freiwilligendienste im Ausland“ der Erzdiözese Freiburg ermöglicht es jungen Erwachsenen, einen Freiwilligendienst in ausgewählten Einsatzfeldern in Peru zu absolvieren. Andersherum können junge Freiwillige aus Peru über den Verein „Color Esperanza“ ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Deutschland verbringen.

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