Kardinal Marx würdigt Partnerschaft zur Kirche in Ecuador

  • München - 13.03.2015

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat Bischof Julio César Terán Dutari für seine Verdienste um die Partnerschaft zwischen der Kirche in Ecuador und der Erzdiözese München und Freising gewürdigt. Der Altbischof des ecuadorianischen Bistums Ibarra sei ein „geistlicher Motor und Wegbegleiter“ der Partnerschaft gewesen und habe sie in „einer großen hartnäckigen Liebenswürdigkeit vorangetrieben“, so Kardinal Marx bei einem Empfang am Donnerstag in München.

Die Partnerschaft zwischen Ecuador und der Erzdiözese München und Freising besteht bereits seit mehr als 50 Jahren. Sie entstand zur Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils aus einer Bekanntschaft zwischen Kardinal Julius Döpfner, Erzbischof von München und Freising, und Bernardino Echeverría Ruiz, Bischof von Ambato in Ecuador. Mittlerweile pflegen auch der Diözesanrat der Katholiken, der Bund der deutschen katholischen Jugend, das Kolpingwerk, die Katholische Landvolkbewegung und viele Pfarreien Kontakte nach Ecuador.

Seit 2008 unterstützt die Erzdiözese mit der Servicestelle „Internationale Freiwilligendienste“ Entsendeorganisationen, die Freiwillige unter anderem auch nach Ecuador entsenden. Jährlich können etwa 12 Jugendliche die Erfahrung als Freiwillige in Ecuador machen. Seit 2012 haben auch junge Ecuadorianer die Möglichkeit, einen Freiwilligendienst über das FSJ in der Erzdiözese München und Freising zu absolvieren.

Mit jährlich rund zwei Millionen Euro unterstützt die Erzdiözese München und Freising die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in Ecuador, beispielsweise den Bau von Schulen, Sanitätsstationen, Gemeindezentren oder Alteneinrichtungen. (lek)

Weitere Informationen über die Ecuador-Partnerschaft der Erzdiözese München und Freising finden Sie hier.

© weltkirche.katholisch.de

Über Bischof Julio César Terán Dutari

Terán wurde 1933 in Panama geboren und lebte ab 1945 in Ecuador. Im Jahr 1950 trat er in den Jesuitenorden ein und wurde 1963 zum Priester geweiht. Durch ein Promotionsstudium in Philosophie in München lernte er Deutschland kennen, bevor er als Professor für Theologie und Philosophie zurück nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, ging. 1995 wurde er Weihbischof in der Erzdiözese Quito, 2004 bis 2011 war er Bischof der Diözese Ibarra. Seit 2002 war Terán in der ecuadorianischen Bischofskonferenz zuständig für den Kontakt zum Erzbistum München und Freising. 2015 soll durch die ecuadorianische Bischofskonferenz ein Nachfolger benannt werden.

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