Papst und Religionsführer verurteilen Menschenhandel

  • Vatikanstadt - 01.12.2014

Spitzenvertreter der großen Religionen unterzeichnen am Dienstag gemeinsam mit Papst Franziskus im Vatikan eine Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel . Wie das Global Freedom Network , eine Vereinigung von Religionsvertretern, am Montag in Rom mitteilte, reisen hierzu unter anderen der Großimam der Al-Azhar-Universität, Ahmed al-Tayyeb, das Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft, Erzbischof Justin Welby, sowie der britische Oberrabbiner David Rosen an. Der Buddhismus wird durch den obersten buddhistischen Priester von Malaysia, Datuk K Sri Dhammaratana, vertreten.

Anlass der Unterzeichnung ist der Welttag zur Abschaffung der Sklaverei, der am Dienstag weltweit begangen wird. Mit der Erklärung wollten die zwölf Religionsführer ins Bewusstsein rufen, dass Menschenhandel, Zwangsarbeit, Zwangsprostitution und Organhandel moderne Formen der Sklaverei und ein „Verbrechen gegen die Menschheit“ seien. Als solches müsse es von allen Nationen anerkannt werden, heißt es in der Mitteilung.

Moderne Sklaverei abschaffen

Die Religionsführer bekräftigen damit ihr Engagement, „Mitglieder aller Glaubensgemeinschaften und Menschen guten Willens in aller Welt zu spirituellen und praktischen Aktionen aufzurufen“. Ziel sei es, „die moderne Sklaverei abzuschaffen“. Es sei das erste Mal, dass Religionsführer eine solche Erklärung unterschreiben.

Der Kampf gegen den Menschenhandel ist ein besonderes Anliegen von Papst Franziskus. Das „Global Freedom Network“ war im März gemeinsam vom Vatikan, der Al-Azhar-Universität, der anglikanischen Gemeinschaft und einer australischen Stiftung gegründet worden.

© KNA