Weltfriedenstag 2015 prangert moderne Sklaverei an

  • Vatikanstadt - 21.08.2014

Der Kampf gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei steht im Mittelpunkt des katholischen Weltfriedenstages 2015. Papst Franziskus stelle ihn unter das Motto „Nicht länger Sklaven, sondern Brüder und Schwestern“, wie der päpstliche Rat für Gerechtigkeit und Frieden am Donnerstag mitteilte.

Menschenhandel und moderne Sklaverei seien eine „schreckliche offene Wunde“ der Gegenwart; dies sei vielen Menschen nicht bewusst, so der Rat. Auch Medien und Bildungsträger müssten stärker auf den Handel mit Migranten und Prostituierten, Ausbeutung, Zwangsarbeit und die Versklavung von Frauen und Kindern hinweisen. „Unser Ziel ist es, eine Zivilisation aufzubauen, die auf der Gleichheit, der Würde aller Menschen ohne jede Diskriminierung gründet.“

Der von Papst Paul VI. (1963–1978) initiierte Weltfriedenstag wird jedes Jahr am 1. Januar begangen. Dazu ergeht eine Botschaft des Papstes an alle Regierungen der Welt. Sie zeigt auch Schwerpunkte der im kommenden Jahr vom Heiligen Stuhl vertretenen diplomatischen Linie auf. In diesem Jahr stand der Tag unter dem Motto „Brüderlichkeit – Fundament und Weg des Friedens“.

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