543 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte

  • Bonn - 06.08.2014

Mit 543 Millionen Euro haben die katholischen Hilfswerke, Bistümer und Missionsorden aus Deutschland im vergangenen Jahr pastorale und soziale Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa gefördert. Dies ist dem jetzt vorliegenden „Jahresbericht Weltkirche 2013“ zu entnehmen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die katholische Kirche in Deutschland ihre Ausgaben im Bereich der internationalen Zusammenarbeit damit um 10 Millionen Euro erhöhen. Diese Mittel flossen ausschließlich in die Projektarbeit. Aufwendungen für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit werden im Jahresbericht gesondert ausgewiesen. Zusätzlich zur Projektarbeit der großen weltkirchlichen Einrichtungen kommt das Engagement vieler Pfarrgemeinden, katholischer Verbände und Schulen, deren Unterstützung von Projektpartnern sich nicht bundesweit erfassen lässt.

Globale Entwicklungsziele im Fokus

Im kommenden Jahr endet die Periode der Millenniumentwicklungsziele , auf die sich die Vereinten Nationen im Jahr 2000 verständigt haben. Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, fordert im Vorwort des Jahresberichts, die Entwicklungspolitik stärker bei den Armen anzusetzen: „Ökonomisches Wachstum ohne Rücksicht auf ökologische Belastungsgrenzen, gerechte Handelsbeziehungen und die Einhaltung der Menschenrechte ist ein Irrweg.“ Darüber hinaus fordert Erzbischof Schick die industrialisierten Länder dazu auf, Wirtschafts- und Lebensstile zu überdenken. Der Jahresbericht greift in einem thematischen Schwerpunkt die Debatte um die „Post-2015-Entwicklungsagenda“ auf. Mehrere Beiträge gehen der Frage nach, wie die weltweite Entwicklungs- und Nachhaltigkeitspolitik künftig gestaltet werden kann und welche Rolle der katholischen Kirche dabei zukommt.

Dass die weltkirchlichen Organisationen in ihrem Jahresbericht den Blick auf die globale Entwicklungsagenda richten, ist kein Zufall. Auch ihre Jahrestagung Weltkirche und Mission , die vom 16. bis 18. Juni in Würzburg stattfand, widmete sich unter dem Motto „Entwicklung in Nord und Süd – Ziele bestimmen, Zukunft gestalten“ diesem Thema.

Der Jahresbericht wird zum vierten Mal von der Konferenz Weltkirche herausgegeben. Ihr gehören unter dem Vorsitz von Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg) Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, der Deutschen Ordensobernkonferenz, der 27 Diözesen, der katholischen Hilfs- und Missionswerke, der Verbände und anderer weltkirchlich tätiger Einrichtungen in Deutschland an. Neben dem Statistikteil bietet der Jahresbericht einen inhaltlichen Überblick über die vielfältige internationale Arbeit dieser Organisationen. (lek mit DBK)

Zum Jahresbericht

Seit ihrer Gründung im Jahr 2011 veröffentlicht die Konferenz Weltkirche regelmäßig den Jahresbericht Weltkirche. Dieser bietet einen Überblick über die vielfältige Arbeit der weltkirchlichen Akteure in Deutschland. Ebenso enthält er aktuelle Zahlen und Statistiken zur Projektarbeit der 27 deutschen Diözesen, sieben katholischen Hilfswerke und 83 missionierenden Orden.

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