Ecuador: Indigener Protestmarsch erreicht Hauptstadt

  • Quito - 02.07.2014

Ein mehrtägiger Protestmarsch Hunderter Indigener hat am Dienstag (Ortszeit) die ecuadorianische Hauptstadt Quito erreicht. Gemeinsam mit Studenten und Gewerkschaftsvertretern und begleitet von einem starken Sicherheitsaufgebot zogen sie laut einem Bericht der Tageszeitung „El Comercio“ durch die Straßen Quitos und forderten eine Volksbefragung über das sogenannte Wassergesetz.

Die Regierung von Staatspräsident Rafael Correa hatte vergangene Woche die Verwaltung für alle Wasserressourcen des Landes neu geregelt. Das Gesetz überführt die Verantwortung für alle Fragen zum Wasser an den Staat und verbietet Privatisierungen. Damit wird auch den indigenen Gemeinden untersagt, die Wasserressourcen in ihren Territorien selbst zu verwalten.

„Wir haben die Wasserversorgung aufgebaut und deshalb ein Recht darauf, sie zu verwalten“, wird ein Sprecher der Indigenenorganisation Ecuarunari zitiert. Die Indigenen befürchten, das Gesetz begünstige vor allem Bergbaufirmen.

Der linksgerichtete Präsident Correa hatte den mehrtägigen Protestmarsch, der vergangene Woche im Süden des Landes gestartet war, schon am Montag als gescheitert bezeichnet. Das Verhältnis der Indigenenverbände zur Regierung gilt als gespannt.

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