Internationale Katholische Landvolkbewegung kritisiert multinationale Konzerne

  • Volkersberg - 29.05.2014

Multinationale Konzerne tragen nach Auffassung der Internationalen Katholischen Landvolkbewegung (FIMARC) die Hauptschuld an der globalen Krise. Diese stürze immer mehr Menschen in Armut, heißt es in einer Resolution, die die Weltkonferenz der Bewegung am Dienstagabend auf dem unterfränkischen Volkersberg einstimmig verabschiedete.

In der Resolution wirft die FIMARC der globalen Finanzwirtschaft vor, einseitig die Agrarindustrie zu fördern. Dagegen setze sich die Landvolkbewegung für lokale Projekte ein. Dazu zählten bäuerliche Familienbetriebe, Direktvermarktung, traditionelles Wissen und Alternativmedizin. Diese Form solidarischen Wirtschaftens erhalte viele Arbeitsplätze.

Mit einem viersprachigen Gottesdienst und einer Feier zum 50-jährigen Bestehen der FIMARC endete das zwölftägige Treffen mit Delegierten aus 40 Ländern. Zum neuen Präsidenten der FIMARC wurde der Würzburger Landvolkseelsorger Wolfgang Scharl (52) gewählt, der dem Südkoreaner Ki Hwan Chung folgt.

Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann würdigte den Einsatz der FIMARC für das Recht aller Menschen auf Nahrung, Bildung, Selbstbestimmung und eine gesunde Umwelt. Christen dürften das „weltweite System der Gleichgültigkeit und der Ungerechtigkeit nicht hinnehmen“. Der Sekretär des Päpstlichen Laienrats, Bischof Josef Clemens, verlas ein Grußwort mit Segensgrüßen von Papst Franziskus.

© KNA

FIMARC-Weltkonferenz

Die Weltkonferenz der FIMARC zum Thema „In dieser Zeit globaler Krisen neue Wege eröffnen für eine alternative, ländliche Entwicklung – Demokratie, Selbstbestimmung und Würde für alle“ findet vom 16. bis zum 31. Mai auf dem Volkersberg im Bistum Würzburg statt. Anwesend sind Delegierte aus über 40 Ländern der Erde – in diesem Jahr feiert die Versammlung das 50. Jubiläum.

www.landvolk-weltkonferenz.de