Papst prangert Waffenhandel an

  • Vatikanstadt - 16.05.2014

Papst Franziskus hat den internationalen Waffenhandel angeprangert. „Alle reden vom Frieden, alle bekunden, dass sie Frieden wollen, aber leider führt die Verbreitung von Waffensystemen allen Typs zum Gegenteil“, heißt es in einer Rede von Franziskus, die sieben neuen Botschaftern aus Afrika, Asien, Europa und der Karibik übergeben wurde.

Der Waffenhandel erschwere die Lösung von Konflikten, so der Papst. Dies gelte umso mehr, als er zu einem großen Teil in der Illegalität abgewickelt werde. Franziskus forderte eine „neue Saison koordinierter und mutiger Bemühungen im Kampf gegen die wachsende Zahl von Waffen und für ihre Reduzierung“.

Solidarität mit Flüchtlingen

Der Papst mahnte zugleich einen menschenwürdigen Umgang mit Vertriebenen an. Es sei „in einem gewissen Sinn zynisch“, die Menschenrechte zu verkünden, gleichzeitig aber das Schicksal der Männer und Frauen zu ignorieren, die zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen seien, und hierbei zum Teil ums Leben kämen oder aus mangelnder internationaler Solidarität keine Aufnahme fänden. Franziskus hob hervor, dass ein enger Zusammenhang zwischen Vertreibungen und Waffenhandel bestehe. Vertreibungen gingen meist mit bewaffneten Konflikten einher.

Unter den sieben neuen Botschaftern, die der Papst mit dieser Rede empfing, ist auch der neue Vertreter der Schweiz Pierre-Yves Fux. Der eidgenössische Diplomat residiert allerdings nicht in Rom sondern in Bern. Fux ist Nachfolger von Paul Widmer. Er war bisher im Schweizer Außenministerium sowie an den Botschaften in Teheran und Tokio tätig. Die weiteren neuen Botschafter vertreten Jamaika, Liberia, Südafrika, Äthiopien, Indien und Sudan. Der 47-jährige Fux ist ausgebildeter Geisteswissenschaftler und hat unter anderem die vatikanische Schule für altgriechische Handschriftenkunde absolviert.

© Radio Vatikan/KNA