Renovabis-Ausstellung mit Osteuropa-Biografien eröffnet

  • Dresden - 08.05.2014

Lebensläufe von Menschen im Osten Europas seit dem Fall der Mauer dokumentiert eine neue Wanderausstellung des katholischen Hilfswerks Renovabis . „Beim Zusammenwachsen von West und Ost geht es nicht vorrangig um Geld, sondern um Begegnungen und den Dialog miteinander“, sagte Bischof Heiner Koch am Dienstagabend bei der Eröffnung im Dresdner „Haus der Kathedrale“. Nur so ließen sich noch bestehende „Mauern in den Köpfen“ überwinden. Der Bischof des Bistums Dresden-Meißen ist seit März in der Deutschen Bischofskonferenz für Renovabis zuständig.

Renovabis-Hauptgeschäftsführer Stefan Dartmann betonte, der Kampf für die Freiheit Europas sei noch lange nicht zu Ende. Die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine zeigten, dass jederzeit mit Rückschlägen zu rechnen sei. „Insofern ist unser Ost- und Mitteleuropa-Hilfswerk auch 25 Jahre nach der Wende noch längst nicht überflüssig“, so der Jesuit. Auch die Ausstellung belege, dass es in vielen Ländern nach dem Zusammenbruch des Kommunismus noch keine gefestigte Demokratie und Wohlstand für alle gebe.

„25 Jahre – 25 Köpfe“

Die Ausstellung steht unter dem Titel „25 Jahre – 25 Köpfe“ . Sie stellt auf großformatigen Tafeln Frauen und Männer aus fünf osteuropäischen Ländern vor und vergleicht ihre Lebenssituation vor dem Fall des Eisernen Vorhangs mit der heutigen. Fotos und Texte stammen vom Fotografen und Journalisten Rolf Bauerdick. Er bereist seit Anfang der 90er Jahre die Länder Ost- und Mitteleuropas und dokumentiert anhand von Einzelschicksalen die Entwicklungen seit dem Zusammenbruch des Kommunismus.

In Dresden ist die Schau bis zum 25. Mai zu sehen, dann zieht sie weiter zum Katholikentag nach Regensburg. Bis Ende des Jahres wird sie bundesweit an 13 weiteren Standorten präsentiert. Die diesjährige bundesweite Renovabis-Pfingstaktion unter dem Motto „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ wird am 18. Mai in Dresden eröffnet.

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