Justitia et Pax verurteilt russisches Vorgehen

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  • Bonn - 27.03.2014

Die katholische Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) hat das russische Vorgehen gegen die Ukraine scharf verurteilt. Bei einem völkerrechtswidrigen Anschluss der Ukraine an Russland stünden die Grundlagen der europäischen und internationalen Sicherheit auf dem Spiel, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Stephan Ackermann, am Donnerstag in Bonn. Die instabile, durch Russland geschaffene Situation drohe weiter zu eskalieren und in einem Blutbad zu enden. Dies gelte es zu verhindern.

Ackermann unterstützte die Linie der Bundesregierung, auch mit Blick auf mögliche harte Sanktionen, und mahnte zu einer entschiedenen europäischen Haltung: „Dies umfasst auch die Möglichkeit einer Strategie der kontrollierten Eskalation, um die Voraussetzungen für eine politische Lösung der Krise zu schaffen“, so der Trierer Bischof. Die Europäische Union und damit auch die deutsche Gesellschaft sollten dafür gegebenenfalls auch „schmerzhafte Konsequenzen“ in Kauf nehmen. Zugleich müsse die europäische Politik aber auch eigene Fehler bekennen und der Versuchung einer undifferenzierten Wahrnehmung des Gegenübers widerstehen.

Mit Sorge verfolgt Ackermann die inneren Entwicklungen in der Ukraine. Die beachtlichen Leistungen der Majdan-Proteste würden unter dem Druck der Gewalt und der erlebten Demütigung zunehmend in Frustration und politischen Extremismus umschlagen. Ackermann rief dazu auf, der Ukraine in dieser Phase entschieden beizustehen. Dies sei eine Frage der Solidarität und der politischen Klugheit.

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