Neues Bündnis gegen Menschenhandel

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  • Vatikanstadt - 17.03.2014

Der Vatikan und die islamische Al-Azhar-Universität in Kairo engagieren sich künftig gemeinsam gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei. Dazu gründeten sie am Montag im Vatikan gemeinsam mit anderen Partnern ein „Globales Netz für Freiheit“ (Global Freedom Network). Die Initiative will sich mit allen verfügbaren Mitteln für Prävention, Opferhilfe und weltweite Aufklärung über diese Verbrechen einsetzen.

Zudem will sie Regierungen und große Unternehmen für den Kampf gegen Menschenhandel und Sklaverei gewinnen. Vatikansprecher Federico Lombardi sprach bei der Unterzeichnung der Gründungserklärung von einem „historischen Moment“.

Unterzeichner waren als Vertreter von Papst Franziskus der Kanzler der Päpstlichen Akademien für die Wissenschaften und die Sozialwissenschaften, Bischof Marcelo Sanchez Sorondo , sowie der Al-Azhar-Gelehrte Mahmoud Azab im Namen des Großimams der wichtigsten sunnitischen Lehrstätte; ferner Bischof David John Moxon, Gesandter des anglikanischen Primas von England und Erzbischofs von Canterbury, sowie der Gründer der Nichtregierungsorganisation Free-Walk-Stiftung , Andrew Forrest.

30 Millionen Menschen weltweit betroffen

Trotz großer Anstrengungen in vielen Ländern sehen sie Menschenhandel und moderne Sklaverei weiter auf dem Vormarsch. Betroffen seien weltweit mindestens 30 Millionen Männer, Frauen und Kinder. „Nur durch die Mobilisierung von Glaubensidealen und gemeinsamen menschlichen Werten schaffen wir die spirituelle Kraft, den gemeinsamen Einsatz und die Vision der Freiheit, um Menschenhandel und moderne Sklaverei auf unserer Welt für immer auszurotten.“ Die Verbrechen seien von Menschen gemacht und könnten auch mit menschlichem Willen überwunden werden.

„Unsere Welt muss von diesen schrecklichen Übeln und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befreit werden.“

Das „Globale Netzwerk für die Freiheit“ will sich diesem Kampf zum einen mit Gebet und Finanzhilfen für die Betroffenen widmen. Geplant ist laut der Erklärung ein konfessionsübergreifender Weltgebetstag für die Betroffenen. Daneben schreibt das Dokument eine Reihe weiterer konkreter Aktionen fest; dazu zählen Aufklärungsprogramme für Jugendliche und Familien in religiösen Bildungseinrichtungen. Zudem wollen die Partner im ersten Jahr die G20-Staaten und rund 140 weitere Länder von der Gründung eines „Globalen Fonds für das Ende der Sklaverei“ überzeugen.

Daneben wollen sie in dieser Zeit 50 dem Glauben verbundene Chefs multinationaler Unternehmen für den gezielten Kampf gegen Menschenhandel und Sklaverei gewinnen. „Unsere Welt muss von diesen schrecklichen Übeln und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befreit werden“, so die Erklärung.

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