Globale Nachbarn

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  • Berlin - 08.01.2014

Der Deutsche Caritasverband (DCV) stellt seine Jahreskampagne 2014 unter das Motto „Weit weg ist näher, als du denkst“. Die am Mittwoch gestartete bundesweite Kampagne solle die Folgen des Verhaltens in den reichen Ländern für die armen Regionen der Welt deutlich machen, erklärte Caritaspräsident Peter Neher in Berlin.

Die Kampagne solle dafür sensibilisieren, „dass jeder Einzelne durch sein Handeln dazu beitragen kann, die Welt gerechter und sozialer zu machen“. Im Zentrum stehen die Themen Klimawandel , Konflikte um Rohstoffe , Flucht und Vertreibung sowie Migration und Integration .

Neher kritisierte, dass die Europäische Union noch nicht zu einer gemeinsamen Asylpolitik gefunden habe. Im vergangenen Jahr hätten in deren Mitgliedsstaaten 330.000 Menschen Schutz gesucht. Auch müsse trotz der vielen hundert Toten vor Lampedusa immer wieder neu für die Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen geworben werden. Neher verwies auf Papst Franziskus. Dieser habe viele klare Worte für die Situation der Migranten gefunden.

Zugleich rief Neher dazu auf, die Arbeitsmigration menschlich zu gestalten. Die meist weiblichen Pflegekräfte aus Osteuropa bräuchten geregelte und verlässliche Arbeitsbedingungen und eine tarifliche Entlohnung. Auch für deren Kinder müsse eine gute Versorgung sicher gestellt sein, so Neher. Die Caritas in Paderborn und die polnische Caritas hätten ein Konzept erarbeitet, dass solche fairen Arbeitsbedingungen ermögliche.

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Interaktive Grafik

Passend zur Caritas-Kampagne bietet das Hilfswerk eine interaktive Grafik an, in der die Themenschwerpunkte Klimawandel, Konflikte um Rohstoffe, Flucht und Vertreibung sowie Migration und Integration näher beleuchtet werden.

Die Grafik finden Sie auch auf unserer Webseite:

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