Entwicklungsminister will Hilfen für Afrika ausbauen

  • Berlin - 30.12.2013

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will die Unterstützung für Afrika ausbauen. Bereits jetzt sei die Bundesrepublik das drittgrößte Geberland, betonte Müller in einem Interview der „Welt“ (Montag). Dabei gehe es weniger um den Export von Lebensmitteln als vielmehr um die Weitergabe von Know-how. „Unser Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, etwa wenn es um die Entwicklung ländlicher Regionen geht.“

Als weitere Schwerpunkte der kommenden Jahre nannte Müller unter anderem den Kampf gegen die Armut sowie den Schutz der Umwelt. Erforderlich sei darüber hinaus eine bessere Abstimmung innerhalb der Europäischen Union, um die Ressourcen in der Entwicklungspolitik besser zu nutzen.

Als CSU-Politiker orientiere er sich an christlichen Werten, so Müller weiter. „Mir ist es wichtig, die Unantastbarkeit der Menschenwürde und die Wahrung der Schöpfung weltweit, über Kultur- und Religionsgrenzen hinweg, als verbindende Wertegrundlage zu stärken.“

Um seine Ziele zu erreichen, kann sich der Entwicklungsminister gut vorstellen, mit seinem berühmten Namensvetter gemeinsame Sache zu machen. Er würde den früheren „Bomber der Nation“ Gerd Müller gern für ein Engagement in der Entwicklungspolitik gewinnen, sagte der CSU-Politiker. „Wo sich die Menschen für Fußball begeistern, öffnet der Name Gerd Müller Türen. Er wäre ein toller Botschafter für die gute Sache.“

Der frühere FC Bayern-Star Gerd Müller schoss 1974 das Siegtor für die deutsche Mannschaft im WM-Finale und ist – seit September 2013 gemeinsam mit Miroslav Klose – Rekordtorschütze der deutschen Nationalmannschaft. (bod/KNA)

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