Kampagne „Steuer gegen Armut“ fordert mehr Geld für Entwicklung

  • Berlin - 21.11.2013

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD hat sich das Kampagnenbündnis Steuer gegen Armut am Donnerstag mit einem Offenen Brief an die Parteivorsitzenden von CDU, CSU und SPD gewandt. Darin fordert das Bündnis, den Entwicklungshaushalt sowie die Mittel für den internationalen Klimaschutz um jeweils eine Milliarde Euro jährlich zu erhöhen.

Bestritten werden könnten die Mittel nach Auffassung der NGOs aus den Einnahmen der Finanztransaktionssteuer, die laut EU-Kommission neue Einnahmen von rund 35 Milliarden Euro pro Jahr erbringen würde. Davon entfielen zwischen zehn bis zwölf Milliarden auf Deutschland.

Angesichts dieser Summen gingen je eine Milliarde Euro für Umwelt und Entwicklung keineswegs zu Lasten anderer Aufgaben, so das Kampagnenbündnis. (lek)

Den Offenen Brief im Wortlaut finden Sie hier.

Die Kampagne „Steuer gegen Armut“

ist ein Zusammenschluss von 98 Mitgliedsorganisationen, der seit Oktober 2009 mit einem Offenen Brief an die Bundesregierung die Einführung einer Finanztransaktionssteuer fordert. Die Liste der kirchlichen Unterzeichner ist lang: Adveniat, Renovabis, die Deutsche Kommission Justitia et Pax, die Jesuitenmission, das Netzwerk Afrika Deutschland und viele weitere kirchlichen Organisationen unterstützen die Kampagne.

www.steuer-gegen-armut.org

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