Kommission soll neues Menschenrechtsbüro in El Salvador planen

  • San Salvador - 14.10.2013

Das Erzbistum San Salvador hat eine Kommission zur Gründung eines neuen Menschenrechtsbüros vorgestellt. Die Kommission, die aus vier katholischen Geistlichen besteht, soll vor allem das umfangreiche Archiv des Ende September geschlossenen alten Büros verwalten. Das Archiv solle künftig allen Interessierten direkt zugänglich gemacht werden, sagte Erzbischof Jose Luis Escobar Alas am Sonntag (Ortszeit). Damit wolle die Kirche ihren Teil für Frieden und soziale Gerechtigkeit in El Salvador beitragen.

Nach der überraschenden Schließung des bisherigen Büros Ende September hatte es national und international Protest gegeben. Anschließend kündigte Escobar Alas die Gründung eines neuen Dokumentationszentrums an.

Das international anerkannte Menschenrechtsbüro war 1982 gegründet worden, um die Hintergründe des Attentats an San Salvadors Erzbischof Oscar Arnulfo Romero (1917–1980) sowie Verbrechen während des Bürgerkrieges in El Salvador (1980–1991) aufzuklären.

Romero wurde als Anwalt für die Rechte der Armen und Unterdrückten über die Grenzen Mittelamerikas hinaus bekannt. Die Hintergründe seines Todes sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Der Chef der Glaubenskongregation, Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller, hatte im Juli eine baldige Seligsprechung Romeros in Aussicht gestellt.

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