Erlassjahr.de ruft zur globalen Aktionswoche auf

  • Düsseldorf - 10.10.2013

Anlässlich der Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington hat die Entschuldungsbewegung erlassjahr.de zu einer globalen Aktionswoche aufgerufen. Das Bündnis forderte am Dienstag in Düsseldorf die Streichung illegitimer und untragbarer Schulden weltweit sowie eine Veränderung des gegenwärtigen Finanzsystems. Ziel sei es, der kontinuierlichen Entstehung von Schuldenkrisen ein Ende zu setzen.

„Das System der unverantwortlichen Kreditvergabe und Bankenrettung hat die Schere zwischen Arm und Reich drastisch geöffnet und sorgt dafür, dass demokratische Rechte auf der ganzen Welt ausgehebelt werden“, kritisierte die Bewegung. Weltweit seien es die Bürger, „die mit den Schäden und dem Leid, welches durch illegitime und untragbare Schulden verursacht werden, leben müssen“, hieß es. Die „mächtigen Gläubiger“ müssten Verantwortung übernehmen für den von ihnen angerichteten Schaden.

Während der Aktionswoche, die vom 8. bis 15. Oktober stattfindet, sollen Menschen aus aller Welt in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram ihren Protest gegen unrechtmäßige Schulden veröffentlichen. Das gemeinsam verwendete Hashtag #notourdebt verbinde alle Beiträge.

„erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung“ ist nach eigenen Angaben ein Bündnis aus etwa 700 Organisationen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft. Es ist eingebunden in ein weltweites Netzwerk von über 50 ähnlichen Kampagnen und Bündnissen.

© KNA

Internationale Aktionswoche

Die Aktionswoche gegen illegitime Schulden und internationale Finanzinstitutionen findet vom 8. bis 15. Oktober statt. Weitere Informationen finden Sie auf erlassjahr.de:

www.erlassjahr.de/debt-week-2013

Staatsschuldenkrisen: Nicht nur in der Eurozone

Es gibt einfachere Themen der globalen Solidarität als die Schulden von Staaten bei ihren ausländischen Gläubigern – aber nur wenige, die so umfassenden Einfluss haben auf das Leben der Armen. Seit dem Ausbruch der "Dritte-Welt"-Schuldenkrise sind diese Finanzbeziehungen deshalb ein wichtiges Thema für Nichtregierungsorganisationen, Kirchen und Aktionsgruppen geworden.

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