Zahl der Hungernden sinkt leicht auf 842 Millionen

  • Rom - 01.10.2013

Rund 842 Millionen Menschen weltweit haben in den vergangenen zwei Jahren Hunger gelitten. Das seien 26 Millionen weniger als in der Zeitspanne 2010 bis 2012, heißt es in dem UN-Bericht zur Ernährungssituation weltweit, der am Dienstag in Rom veröffentlicht wurde. Der Großteil der Menschen, die nicht genügend Essen für ein aktives und gesundes Leben haben, lebt laut Bericht in Entwicklungsländern. Nur 15,7 Millionen Hungernde leben in den entwickelten Gebieten der Welt.

Trotz der leicht verbesserten Gesamtsituation leide weiterhin einer von vier Afrikanern in der Subsahara-Region an Hunger. Keinen Fortschritt habe es in Westafrika gegeben, so der Bericht weiter, während in Südasien und Nordafrika leichte Verbesserungen zu verzeichnen seien. Dennoch seien weiterhin 295 Millionen Menschen in Südasien und 223 Millionen in Schwarzafrika unterernährt.

Dem Teilziel der Millennium Development Goals, den Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung bis 2015 zu halbieren, sei man dennoch nähergekommen. Mit Stand Oktober 2013 sei die Vorgabe in 62 Ländern weltweit erreicht worden, so der Bericht weiter. Das ursprünglich 1996 festgelegte Ziel einer weltweiten Halbierung der Quote sei indessen in weite Ferne gerückt. Das sei bei dem derzeitigen Tempo nicht machbar.

Der State of Food Insecurity in den World-Bericht wird alljährlich von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), dem Welternährungsprogramm (WFP) und dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) herausgegeben.

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