Tagung in Südkorea: Bistum Eichstätt betont Verantwortung der kirchlichen Hilfswerke

  • Eichstätt/Seoul - 30.09.2013

Die Kirche sieht sich in einer Verantwortung für das Wohl der gesamten Menschheit. Bei einem Deutsch-Koreanischen Kolloquium an der Sogang-Universität in Seoul (Südkorea) betonte der Beauftragte für die Angelegenheiten der Weltkirche im Bistum Eichstätt, Domkapitular Prälat Dr. Christoph Kühn, die Rolle der kirchlichen Hilfswerke bei der Mitgestaltung sozialer Gerechtigkeit weltweit.

„Die katholische Kirche bekennt sich eindeutig zum universalen Gemeinwohl als Ziel der internationalen Politik“, so Kühn in seinem Referat. Er berief sich dabei auf die Grundlagen der Katholischen Soziallehre, wie sie von mehreren Päpsten vor allem in verschiedenen Enzykliken beschrieben wurde. Für die Kirche und ihre Soziallehre steht der einzelne Mensch im Zentrum aller Überlegungen und Bemühungen um eine Gesellschaftsordnung, „in der das Gemeinwohl und das Wohl des Einzelnen in ihrem Verhältnis zueinander ausgeglichen sind.“

Alle internationalen Organisationen müssen angesichts der „alten und stets aktuellen Versuchung des Lobbyismus“ immer wieder daran erinnert werden, dass ihre Existenzberechtigung in der Verwirklichung des Menschheitsgemeinwohls liegt. Die kirchlichen Hilfsorganisationen beziehen ihre Sendung aus dem kirchlichen Selbstverständnis, dem Heil des Menschen ganzheitlich zu dienen. Der eigene Charakter kirchlichen Engagements weltweit liegt deshalb darin, dass er „keine bloße Verdoppelung der auch sonst vorhandenen Hilfsaktionen“ sei, sondern den gesamten Menschen im Blick habe.

© Bistum Eichstätt

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