Gebetswache für Syrien mit Papst Franziskus

  • Vatikanstadt - 05.09.2013

Die Gebetswache für Syrien am kommenden Samstag auf dem Petersplatz dürfte mit vier Stunden Dauer die längste Papstzeremonie der vergangenen Jahrzehnte sein. Wie Vatikansprecher Federico Lombardi am Donnerstag betonte, stehen Gebete, Fürbitten, Friedensworte früherer Päpste, symbolische Gesten und eine eucharistische Anbetung im Mittelpunkt. Franziskus hatte angesichts der sich zuspitzenden Lage in Syrien einen Gebets- und Fastentag für die Weltkirche angesetzt. Dazu sind auch die anderen christlichen Konfessionen und anderen Religionen eingeladen, sich im Rahmen ihrer religiösen Vorschriften zu beteiligen.

Die Gebetswache beginnt um 19.00 Uhr mit der Anrufung des Heiligen Geistes und einem Rosenkranzgebet. Dazu wird die verehrte Ikone der „Salus Populi Romani“ (Beschützerin des Römischen Volkes) in Prozession von vier Schweizergardisten vom Obelisken des Petersplatzes zum Altar getragen. Jedes Rosenkranzgebet schließt mit dem marianischen Appell „Königin des Friedens, bitte für uns“.

Es folgt die Friedensmeditation des Papstes (gegen 20.00 oder 20.30 Uhr); daran schließt sich der eucharistische Teil der Gebetswache an. Dazu wird das Allerheiligste in der Monstranz auf dem Altar ausgesetzt. Die folgenden fünf Gebetsteile umfassen biblische Texte zum Thema Frieden, Friedensgebete früherer Päpste, Friedensbitten in Antwortversen, Gesänge und Weihrauchopfer sowie Momente der Stille zum persönlichen Gebet.

Am Ende jedes Gebetsteils legen Menschen aus Syrien, Ägypten, dem Heiligen Land, den USA und Russland Weihrauch auf eine Rauchpfanne. An eine Reihe von Lesungen schließt sich eine längere Stillephase (ca. 22.15 bis 22.45 Uhr) an. Die Gebetswache endet mit dem eucharistischen Segen durch den Papst mit der Monstranz gegen 23.00 Uhr.

Große Resonanz in Deutschland

In Deutschland ist die Resonanz auf Papst Franziskus'' Aufruf groß. Viele katholische Gemeinden laden am Wochenende zum Friedensgebet für Syrien ein. Nahezu alle Bischöfe haben sich dem Aufruf von Papst Franziskus zu einem Gebets- und Fastentag angeschlossen und an die Gemeinden appelliert, in den Sonntagsgottesdiensten für ein Ende des Konflikts im Nahen Osten zu beten. Einige von ihnen wollen selbst einen solchen Gottesdienst leiten. Die Deutsche Bischofskonferenz und das internationale katholische Missionswerk Missio bieten Gestaltungs- und Gebetsvorschläge an:

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