Weltjugendtag in Rio beginnt

  • Rio de Janeiro - 23.07.2013

Mit reichen Erfahrungen aus dem Gemeindeleben vom Amazonas im Norden Brasiliens bis hin zum kälteren Süden starten die Pilger aus Deutschland nach der „Missionarischen Woche“ heute in den Weltjugendtag. Der 28. Weltjugendtag unter dem Motto „Geht hin und macht zu Jüngern alle Völker der Erde“ (Mt 28,19) wird am Abend offiziell eröffnet. Die Veranstalter rechnen mit rund 2 Millionen Teilnehmern. Bereits gestern ist Papst Franziskus in Brasilien eingetroffen. Er wird ab Donnerstag am Weltjugendtag teilnehmen.

„In Rio kommen alle zusammen, um Kirche hautnah zu erleben, die Pilger und Bischöfe, gemeinsam mit Papst Franziskus. Für mich gehört beides zum Weltjugendtag: ein waches Bewusstsein für die Sorgen und Nöte der Jugendlichen in der Welt und die Freude am Glauben, die man schon jetzt überall in der Stadt spüren kann“, sagt Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Papst Franziskus habe sich auf seiner Reise nach Rio besorgt über die Jugendarbeitslosigkeit in vielen Ländern geäußert und daran erinnert, dass er die Würde der jungen Generation in Gefahr sehe. „Es ist enorm wichtig, dass wir uns bewusst sind, wie bedeutend die Jugendlichen für unsere Gesellschaft sind. Sie bauen schon heute mit an der Gesellschaft von morgen“, so der Jugendbischof.

Ein ganz besonderer Weltjugendtag

Verantwortlich für die deutsche Delegation ist die Leiterin der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj), Bianka Mohr. Sie stellt heraus: „Das bislang Erlebte stimmt uns zuversichtlich, dass es ein ganz besonderer Weltjugendtag wird.“ BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp betont: „Vor dem Start des Großevents ist die Stimmung bei den deutschen Pilgerinnen und Pilgern klasse“.

Shorty auf dem Weg zu Christus

Shorty am Zuckerhut, Folge 2: Shorty besteigt den Corcovado und besichtigt die wohl meist fotografierteste Statue der Welt.

Sarah Schortemeyer

In Rio ist auch Adveniat, das Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, das seit über 50 Jahren an der Seite der Armen in Lateinamerika steht. „Wir tun das, weil wir in der Nachfolge Jesu Christi handeln, der sich gerade mit den Armen und Ausgeschlossenen solidarisiert hat. Sie sind unsere Schwestern und Brüder, ihnen gilt unsere Solidarität“, so Adveniat-Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck vor dem offiziellen Beginn.

Grußwort von Erzbischof Zollitsch

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, wünscht allen Weltjugendtagsteilnehmern reiche geistliche Erfahrungen. Anlässlich des Auftakts zum Weltjugendtag betonte Zollitsch heute in Freiburg: „Die Teilnahme von rund 2.000 Pilgerinnen und Pilgern aus Deutschland beim Weltjugendtag in Rio ist eine Ermutigung für die Kirche auch in unserem Land.

Ich wünsche den Teilnehmern die Erfahrung einer lebendigen Kirche. Gleichzeitig hoffe ich, dass die jungen Menschen von ihren Erlebnissen in Rio bei uns erzählen und Zeugnis von ihrem Glauben abgeben. Weltjugendtage sind eine unverzichtbare Begegnung der Weltkirche. Gerne denke ich an die frohen und unser Land begeisternden Momente des Weltjugendtags im August 2005 in Köln. Das Erlebnis Weltjugendtag steckt an. Für Köln und Rio ist wichtig: Der Weltjugendtag wirkt länger als er dauert. Ich bin dankbar, dass viele Gruppen auch hier in Deutschland den Weltjugendtag mitfeiern. Das ist ein schöner Brückenschlag über den Atlantik“, so Erzbischof Zollitsch.

© DBK