Auswirkungen der Eurokrise auf die Entwicklungsländer

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  • Nürnberg - 22.07.2013

In den Entwicklungsländern ist noch über Jahrzehnte ein solides Wachstum in allen Sektoren der Wirtschaft erforderlich. Die Finanz- und Eurokrise hat jedoch viele von ihnen ein beträchtliches Stück zurückgeworfen. Nachdem die globale Finanzkrise von 2007 bereits zu schweren Belastungen geführt hatte, kam ab 2010 die Eurokrise dazu und hat ihrerseits die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Südens gebremst. Die Folgen in den Entwicklungsländern sind verheerend:

  • Wachstumseinbruch
  • Exportrückgang
  • Währungsverfall und Verlust an Devisenreserven
  • Kapitalabfluss
  • Rückgang des Tourismus
  • etc.

Mit einem Kurzgutachten des Sozialwissenschaftlers Peter Lanzet wendet sich die Kampagne Steuer gegen Armut nun an alle EU-Mitgliedsstaaten. Die Eurozone sei in besonderem Maße in der Pflicht, zur Abmilderung der Folgen der von ihnen verursachten Krise beizutragen. Daher fordert die Kampagne, einen Teil der Einnahmen aus der Finanztransaktionssteuer, die zurzeit von elf EU-Ländern vorbereitet wird, zur Finanzierung von Umwelt und Entwicklung bereitzustellen.

In seinem Kurzgutachten fasst Peter Lanzet die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Euro-Krise auf die Entwicklungsländer zusammen und formuliert insgesamt elf Schadensmeldungen.

Das gesamte Gutachten können Sie hier als PDF downloaden:

Zur Person

Peter Lanzet ist Sozialwissenschaftler und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Entwicklungspolitik. Er arbeitete lange Zeit für den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) in Bonn und hat dort vor allem die Arbeit der multilateralen Institutionen Weltbank und IWF verfolgt. Er lebte und arbeitete mehrere Jahre in Indien und ist heute als Berater für Brot für die Welt tätig.

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