ZdK um drei Mitglieder aus muttersprachlichen Gemeinden erweitert

  • Bonn - 28.06.2013

Vom Juni dieses Jahres an hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) seine Repräsentanz katholischer Laienarbeit durch die Aufnahme von drei Mitgliedern aus dem Bereich der katholischen muttersprachlichen Gemeinden erweitert.

Nachdem die Vollversammlung des ZdK im Mai in Münster eine entsprechende Statutenänderung beschlossen hatte, der die Deutsche Bischofskonferenz im Juni zugestimmt hat, werden zukünftig drei Vertreter des neu gegründeten Bundespastoralrats der muttersprachlichen Gemeinden Mitglieder im ZdK.

Der Bundespastoralrat wählte Chukwuemeka Ani (Afrikanische Katholiken), José Alberto Haro Ibanez (Spanisch sprechende Katholiken) und Prof. Dr. Piotr Maloszewski (Polnisch sprechende Katholiken).

In Deutschland leben derzeit rund sieben Millionen Ausländer sowie weitere knapp neun Millionen Menschen mit deutschem Pass, die einen Migrationshintergrund haben. Mehr als zwei Millionen Menschen ohne deutschen Pass sind römisch-katholisch oder gehören einer mit Rom unierten Kirche an; ebenfalls sind weitere knapp drei Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund katholisch. Das heißt: Fast jeder fünfte Katholik in Deutschland ist mit einer anderen Muttersprache als der deutschen aufgewachsen.

Über 400 muttersprachliche Gemeinden

Derzeit gibt es in Deutschland über 400 muttersprachliche Gemeinden in zirka 30 Sprachgruppen, in denen fast 500 Priester und Ordensleute, die von ihren jeweiligen Heimatbischofskonferenzen oder Ordensoberen entsandt worden sind, als Seelsorger wirken. Die größten Gruppen unter ihnen sind die polnisch-, kroatisch-, italienisch-, spanisch- und portugiesischsprachigen Katholiken. Die muttersprachlichen Gemeinden sind für die Migranten Gemeinschaft und Lebensraum, in dem sie gerade auch mit ihrer Sprache und Glaubenstradition Beheimatung und Zuwendung erfahren, ihr eigenes kulturelles und religiöses Leben pflegen und so ihre Identität finden können.

In Deutschland ist die sogenannte „Ausländerseelsorge“ als Missionen anderer Muttersprache in den einzelnen Diözesen verankert und in die Gremien eingebunden. Jede Mission sollte nach den pastoralen und rechtlichen Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz darüber hinaus „einen Pastoralrat / Pfarrgemeinderat haben, der u.a. die Präsenz, Mitarbeit und Mitverantwortung der Laien im Leben der Mission artikuliert und fördert. (Arbeitshilfe der DBK, Nr. 171, S.36)“.

Am 22. Juni 2013 haben die von den Gemeinden entsandten Laienvertreterinnen und -vertreter den Bundespastoralrat muttersprachlicher Gemeinden gegründet, der die Mitglieder ins ZdK wählte.

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