EU-Kommission fordert konsequente Asylpolitik

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  • Brüssel - 18.06.2013

Die EU-Mitgliedstaaten sollen ihre Einwanderungs- und Asylpolitik konsequenter gestalten. Das fordert die EU-Kommission in einem am Montag in Brüssel vorgelegten Bericht . Vor allem müssten Menschenhandel und illegale Einwanderung bekämpft werden. Zugleich müssten jedoch die Grundrechte von Zuwanderern und Asylsuchenden sichergestellt sein.

„Wir sind dabei, ein gemeinsames Europäisches Asylsystem zu schaffen, das den Schutz der Schwächsten und die Solidarität mit ihnen gewährleistet“, sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström. Viele dieser Menschen seien hoch qualifiziert und müssten „die Möglichkeit erhalten, in ihren neuen Ländern ihr Potenzial voll zu entfalten“.

Förderung der Integration sei daher unabdingbar. Dazu sei es wichtig, die Richtlinie für die kombinierte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die Arbeitnehmern aus Drittstaaten bestimmte gleiche Rechte garantiert, korrekt umzusetzen.

Der Kommissionsbericht erscheint wenige Tage nach der Zustimmung des Europaparlaments zum gemeinsamen Europäischen Asylsystem. Die 20,7 Millionen Drittstaatsangehörigen in der EU machten 2012 rund 4,1 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In Deutschland hatten 5,7 Prozent der Bevölkerung keinen EU-Pass.

Die Gesamtzahl der Asylanträge stieg nach Kommissionsangaben 2012 gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent auf knapp über 330.000; sie blieb jedoch deutlich unter dem Spitzenwert von 425.000 im Jahr 2001.

Deutschland verzeichnete demnach mit 77.500 Menschen oder 23 Prozent aller Anträge die meisten Asylbewerber.

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Den vollständigen Bericht der EU-Kommission können Sie hier einsehen:

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