Adveniat feiert 50 Jahre Priesterausbildung in Lateinamerika

  • © Bild: KNA
  • Essen - 25.04.2013

Die Priesterausbildung in Lateinamerika bleibt nach Angaben der Bischöflichen Aktion Adveniat weiter auf finanzielle Hilfe aus Deutschland angewiesen. Derzeit würden 5.298 junge Männer in 248 Seminaren über das Patenschaftsprogramm für Priester unterstützt, sagte Adveniat-Geschäftsführer Bernd Klaschka am Mittwoch in Essen.

Damit erhalte nahezu jeder fünfte Seminarist in Lateinamerika Hilfe aus Deutschland, so Klaschka aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Patenschaftsaktion. Im vergangenen Jahr seien dafür 4,08 Millionen Euro geflossen. Derzeit spendeten 2.676 Patinnen und Paten regelmäßig, hinzu kämen weitere Spenden aus den Bistümern.

Klaschka erinnert an Franziskus

„Die meisten Priesterberufungen wachsen in armen Familien und – Gott sei Dank – zunehmend auch in den indigenen Völkern“, sagte Klaschka. Dort fehle das Geld zur Unterstützung der angehenden Priester, weshalb die Patenschaftsaktion eine wichtige Aufgabe bleibe.

Häufig seien Priester in Lateinamerika und der Karibik die einzigen, die Partei ergriffen für Minderheiten und Schwache, Ausgeschlossene und Unterdrückte. „Nicht selten riskieren sie dabei Leib und Leben“, betonte der Adveniat-Geschäftsführer. Für die Erfüllung ihrer Aufgabe bräuchten sie eine gute Ausbildung.

Klaschka erinnerte an den Appell von Papst Franziskus , wonach Priester an die „Randgebiete“ der Gesellschaft gehen sollten, „dort wo Leiden herrsche, wo es Gewalt und Blutvergießen gebe“. Gute Hirten erkenne man laut Franziskus daran, dass sie „den Geruch der Schafe“ an sich hätten. Dieses Priesterbild habe Lateinamerika und die karibischen Länder geprägt. Dort gibt es den Angaben zufolge derzeit rund 72.000 Priester, im Schnitt kommen auf einen von ihnen 7.000 Katholiken.

© KNA