„Krieg in Syrien ist eine Menschheitskatastrophe“

  • Bamberg - 25.03.2013

Erzbischof Ludwig Schick hat zum Gebet für die Christen im Heiligen Land aufgerufen und den Krieg in Syrien als „Menschheits- katastrophe“ bezeichnet. „Gott sei Dank hat sich die Bundesregierung endlich entschlossen, auch syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen“, sagte Schick in seiner Predigt am Palmsonntag in Bamberg.

Bis zu 100.000 Menschen hätten in dem zweijährigen Bürgerkrieg in Syrien bereits ihr Leben verloren, unzählige seien auf der Flucht. Auch Syrien sei Teil des Heiligen Landes, für das die Kirche am Palmsonntag in den Gottesdiensten um Spenden bat.

Erzbischof Schick, der Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz ist, rief auch zum Gebet für die Politiker auf, die sich für den Friedensprozess in Nahost einsetzen und sich bemühen, die Konflikte in Israel, den Palästinensergebieten, Syrien, Libanon und Jordanien zu überwinden. „Unterstützen wir sie mit unserem Interesse, unserem Gebet, mit unserem Opfer und auch mit unserem politischen Engagement“, so Schick.

In Israel geraten die Christen und alle Menschen nach den Worten Schicks besonders zwischen die Mühlsteine der Rassen- und Religionskonflikte und leiden unter den Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis, zwischen Muslimen und Juden, was seit Jahren zu Bombenterror und Kriegen führe und den Bau einer schrecklichen Mauer durch das Heilige Land verursacht hat. „Das ist eine Tragödie“, sagte Erzbischof Schick, der erst vor wenigen Monaten selbst Israel besucht hat. Er appellierte: „Beten wir, dass Verachtung und Ausgrenzung, Unterdrückung Bedrohung und Kriege zwischen den Menschen und Gruppen in diesen Gebieten aufhören und ein Prozess des Friedens eingeleitet wird.“

© Erzbistum Bamberg

Hör-Tipp

25.03.2013, 09:09 Uhr: Erzbischof Ludwig Schick sprach im Deutschlandradio Kultur über die Situation der Christen im Nahen Osten. Den Audiobeitrag können Sie hier nachhören:

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