Start der Misereor-Fastenaktion

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  • Aachen - 18.02.2013

Die katholische Kirche hat am Sonntag in Aachen die bundesweite Misereor-Fastenaktion eröffnet. In einem Gottesdienst beklagte Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff, dass jeder sechste Mensch auf der Erde von Hunger bedroht sei. Auch in Deutschland gebe es Hunger bei Kindern und alten Menschen. „Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer“, so der Bischof.

Er verwies auf das Leitwort der diesjährigen Fastenaktion des katholischen Hilfswerks Misereor: „Wir haben den Hunger satt!“. Viele Menschen wüssten gar nicht mehr, „wie weh Hunger tut“. Jesus fordere dazu auf, das tägliche Brot in den Familien und Gemeinschaften, aber auch mit den Armen und Hungernden der Welt zu teilen. Ähnlich äußert sich Mussinghoff in seinem am Wochenende verlesenen Fastenhirtenbrief.

Niger - Wir haben den Hunger satt!

Unterstützt vom Misereor-Partner CADEV haben die Kleinbauernfamilien im Niger Ideen und Strategien entwickelt, um trotz der wiederkehrenden Hungersnöte ihr Überleben sichern zu können.

Misereor

Niger, Bangladesch und Paraguay im Fokus

Die Fastenaktion thematisiert besonders die Not der Landbevölkerung im afrikanischen Niger, der Familien in Bangladesch und der indigenen Menschen in Paraguay. Höhepunkt der Kampagne ist der fünfte Fastensonntag, der 17. März. An diesem Wochenende wird in allen katholischen Gottesdiensten die traditionelle Kollekte für Misereor abgehalten.

Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel sagte bei dem Gottesdienst, dass auch im 21. Jahrhundert alle drei Sekunden ein Mensch den Hungertod sterbe. „Das kann uns nicht ruhig lassen“, so Spiegel. Als Ursachen für den Hunger nannte er wiederholte und langanhaltende Dürren, Landraub, die Abholzung von Wäldern und die Spekulation mit Nahrungsmitteln.

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