Kirche muss ethisch verantwortlich investieren

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  • Köln - 25.01.2013

Der verantwortungsbewusste Umgang mit den eigenen Geld- und Vermögenswerten und deren Anlage nach ethischen Kriterien muss ein zentrales Thema für kirchliche Anleger sein. „An dem Umgang mit dem eigenen Geld und anderen Vermögenswerten entscheidet sich auf Dauer die Glaubwürdigkeit der Kirche und kirchlicher Institutionen und Verbände in ihrem Einsatz für eine gerechte Ordnung in unserem Land und weltweit“, unterstrich ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann vor den Teilnehmern einer Fachtagung, die das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Mittwoch durchgeführt hat.

Auf Initiative seines Sachbereichs „Weltkirchliche Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit“ und des Sprechers, Peter Weiß, hatte das ZdK ins Maternushaus in Köln zu dem Fachgespräch „Ethisches Investment in der katholischen Kirche – Aktueller Stand und neue Perspektiven“ eingeladen.

Bedeutung, Praxis und Stärkung des ethischen Investments

Im Zentrum des Fachgesprächs stand die Diskussion über die aktuelle Bedeutung und Praxis des ethischen Investments in der katholischen Kirche sowie die Beratung über mögliche Perspektiven zur Stärkung des Themas im kirchlichen Bereich. Unter Leitung der ZdK-Vizepräsidentin, Karin Kortmann, fand ein reger Austausch über diese Fragen mit Fach- und Verbandvertretern aus dem ZdK, einigen Vertretern der katholischen Hilfswerke, der Ordensgemeinschaften, der Kirchenbanken und der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse sowie einigen Finanzdirektoren der (Erz-) Diözesen und dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) statt.

Im Rahmen von Good-Practice-Beispielen wurden viele gute Idee, Initiativen und Konzepte für die ethische Anlagepraxis kirchlicher Institutionen präsentiert. Auch die Frage des aktiven Engagements kirchlicher Investoren, zum Beispiel im Rahmen von Unternehmensdialogen, wurde intensiv diskutiert. Eine große Bereicherung für das Gespräch stellten auch die fachlichen Impulse aus der evangelischen Kirche dar. Es wurde vereinbart, das ethische Investment als gemeinsames Anliegen auf vielfältigem Wege weiter voranzubringen.

Das ZdK engagiert sich bereits seit einigen Jahren für das Thema ethisches Investment in Kirche und Gesellschaft. Schon vor der Finanz- und Wirtschaftskrise hat es im Jahr 2007 hierzu eine Handreichung für institutionelle und private Anleger veröffentlicht und damit einen bis heute aktuellen politischen Impuls gesetzt.

© Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK)

Ethisch investieren, aber wo?

Die katholischen Kirchenbanken haben gerade mit Blick auf ethisches Investment in den letzten Jahren eine spezielle Kompetenz aufgebaut, die von vielen kirchlichen und caritativ tätigen Kunden zunehmend in Anspruch genommen wird – so zum Beispiel die Steyler Bank , die einen Kriterienkatalog für saubere Geldanlagen entwickelt hat, deren Einhaltung kontinuierlich von einem Experten-Gremium geprüft wird.

Eine ausführliche Liste katholischer Banken finden Sie in der

ZdK-Handreichung für ethisches Investment