Boliviens Bischöfe haben neuen Vorsitzenden

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  • Cochabamba - 12.11.2012

Die katholische Bolivianische Bischofskonferenz (CEB) hat Militärbischof Oscar Omar Aparicio Cespedes (53) zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt an die Stelle von Kardinal Julio Terrazas Sandoval (76), Erzbischof von Santa Cruz de la Serra, der dieses Amt seit 1997 und bereits zuvor von 1985 bis 1991 innehatte.

Zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden bestimmten die Bischöfe bei ihrer Vollversammlung in Cochabamba am Wochenende Bischof Ricardo Centellas (50) von Potosi. Neuer Generalsekretär ist der aus Norditalien stammende Eugenio Scarpellini (58), seit 2010 Weihbischof in El Alto.

Enge Beziehungen nach Trier und Hildesheim

Der neue Vorsitzende Aparicio stammt aus der Anden-Metropole La Paz. Dort war er von 2002 bis zu seiner Ernennung zum Militärbischof im April Weihbischof. Als Episkopatsvorsitzender ist er zugleich Leiter der Partnerschaftskommission der CEB, die enge Beziehungen zu den deutschen Bistümern Trier und Hildesheim unterhält. Mit den Strukturen der Bischofskonferenz ist Aparicio nicht zuletzt durch eine dreijährige Amtszeit als Generalsekretär der CEB vertraut.

Dem 27 Mitglieder zählenden Episkopat gehören auch zwei aus Deutschland kommende Mitglieder an: Adolfo Bittschi Mayer (61), seit 2008 Weihbischof in Sucre, und Carlos Stetter (71), seit 1995 Bischof von San Ignacio de Velasco.

Zahl der Priesteranwärter sinkt

Als eine Herausforderung nannte Aparicio laut bolivianischen Medien eine verstärkte Glaubensverkündigung innerhalb der eigenen Kirche.

Nach Vatikanangaben sind rund 85 Prozent der etwa 11 Millionen Einwohner Boliviens katholisch. Evangelikale Gemeinschaften gewinnen jedoch an Einfluss. Die Zahl der katholischen Priesteramtsanwärter geht zurück. In der Organisation der katholischen Basis setzen viele Bischöfe zunehmend auf neue geistliche Bewegungen wie den Neokatechumenalen Weg als Alternative zu den in den 1970er Jahren entstandenen Basisgemeinden.

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