Ein bewegter Monat geht zu Ende

  • München - 29.10.2012

Über Wochen hinweg waren Papua-Neuguinea, die Herausforderungen für die Menschen des Pazifikstaats und die Projektarbeit Thema an vielen Orten Bayerns und im Bistum Speyer. Ein Rückblick auf die letzten Aktionstage. Die vergangenen Tage waren für die fünf Missio-Partner aus Papua-Neuguinea gut gefüllt: Aktionen an Schulen, ein Besuch in einem Gefängnis, Begegnungsabende, eine Tagung in Nürnberg, Gottesdienste.

Viele nutzten die Chance, die Gäste aus dem südpazifischen Inselstaat zu treffen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihren lebensnahen Berichten über die Herausforderungen in ihrer Heimat zu lauschen.

Nach der Festwoche die in diesem Jahr im Bistum Passau begangen wurde, ging es für einige der Missio-Partner nach Nürnberg: „Blackberry und Betelnuss“ – so lautete der provozierende Titel einer ökumenischen Tagung, die das katholische Missionswerk gemeinsam mit Mission Eine Welt, dem Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, und der Pazifik Informationsstelle organisiert hatte. Die Tagung stellte mit Gästen aus Papua-Neuguinea die Frage nach den Kirchen und der Ökumene im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.

Tagung "Blackberry und Betelnuss": Priscilla Winfrey mit Missio-Praktikantin Rebecca Noppmann Ertle/Missio

„Bildung ist das Entscheidende“

Neben Bischof Rochus Josef Tatamai und Priscilla Winfrey, die beide von Missio eingeladen waren, berichteten der evangelische Pastor Jack Urame, Direktor des Melanesischen Instituts, und Liz Konga aus Port Moresby, Direktorin des Zeitungsverlages Word Publishing. Priscilla Winfrey betonte, dass die weitere Entwicklung des Landes stark von der Bildung abhänge: „Bildung ist das Entscheidende“, sagte die 32-jährige Journalistin. Leider gebe es keine verbindliche Schulpflicht in Papua-Neuguinea. „Man kann ein Land nicht entwickeln, wenn man zuvor die Menschen nicht durch Bildung weiterentwickelt.“ Winfrey selbst studierte in Australien Massenkommunikation und besitzt Bachelor- und Master-Abschlüsse. „Das ist für unsere Verhältnisse eine Seltenheit, vor allem für Frauen“, sagte sie.

Rochus Josef Tatamai, der aus einer Familie mit 14 Kindern stammt, stellte die traditionelle Bedeutung der Familien in Papua-Neuguinea in den Mittelpunkt. Jack Urame und Liz Konga betonten, wie wichtig es sei, dass die Kirchen für die Fortentwicklung des Landes zusammenarbeiteten. Manchmal, erzählte Tatamai, wandere er bis zu 14 Stunden täglich, um zu den Menschen in den entlegenen Bergdörfern zu gelangen.

In seiner Predigt am 28. Oktober 2012, dem Sonntag der Weltmission, dankte Bischof Tatamai Missio für die langjährige Unterstützung, die die Menschen in seiner Heimat im Bereich Bildung und beim Aufbau von Infrastruktur erfahren haben. „Ich fühle mich nicht als Fremder unter Ihnen“, sagte er zum feierlichen Abschluss der Aktion im Münchner Liebfrauendom. Domkapitular Wolfgang Huber, Leiter des Referates Weltkirche im Erzbistum München und Freising, verwies auf das „weltweite Netzwerk“, das sich zu solchen Gelegenheiten besonders deutlich zeige.

Im kommenden Jahr 2013 wird Ägypten das Beispielland der Aktion sein. Partner von Missio ist dann das Erzbistum München und Freising.

Weitere Informationen zum Sonntag der Weltmission und der Festwoche finden Sie unter www.missio.com oder auf dem Internetportal Weltkirche .

© Missio

Der Sonntag der Weltmission

ist der große, weltweite Solidaritätstag der Kirche. Er wurde 1926 von Papst Pius XI. eingeführt und wird seitdem in allen Ländern begangen, in denen es Katholiken gibt. Die Kollekte des Weltmissionssonntags geht traditionell in den Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke.

Weitere Informationen rund um den Sonntag der Weltmission, den Gästen und den Aktions-Materialien finden Sie bei

Missio Aachen

Missio München

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