FARC-Kämpfer werden Bio-Bauern

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  • Kolumbien - 17.01.2017

Im Rahmen des Friedensprozesses in Kolumbien will die Universität von Antioquia ehemalige Kämpfer der linksgerichteten Guerilla-Organisation FARC zu Öko-Bauern ausbilden. Schwerpunkte der biotechnologischen Ausbildung sollen der Anbau von Kakao, Zitrusfrüchten, die Viehzucht und die Forstwirtschaft sein.

Die Kurse für zunächst rund 50 Teilnehmer sollen noch in diesem Jahr beginnen.  Regierung und FARC hatten sich im vergangenen Jahr nach vierjährigen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen verständigt. In Folge der Abmachung verlassen die Kämpferinnen und Kämpfer der FARC in den nächsten Wochen ihre Stellungen in den Bergen und im Dschungel des südamerikanischen Landes, um in sogenannten „Normalisierungs-Zonen“ ihre Waffen abzugeben und sich wieder in die kolumbianische Gesellschaft einzugliedern.

Für seine Bemühungen wurde Kolumbiens Präsident Santos mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der jahrzehntelange Konflikt zwischen Staat und Guerilla hat rund 300.000 Menschenleben gekostet und mehr als sieben Millionen zu Binnenflüchtlingen gemacht.

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Nationale Versöhnungskommission Kolumbiens dankt Adveniat

Das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat unterstützt seit Jahren die Nationale Versöhnungskommission in Kolumbien. Nach der Ratifizierung des Friedensabkommens dankte der Generalsekretär der Nationalen Versöhnungskommission, Padre Darío Echeverri, dem Adveniat-Hauptgeschäftsführer, Prälat Klaschka, in einem persönlichen Brief für das Engagement des Hilfswerks.

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