Entwicklungsministerium gibt 70 Millionen Euro für Klima-Opfer

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  • Klimawandel - 21.01.2016

Die Bundesregierung unterstützt afrikanische und südamerikanische Staaten mit 70 Millionen Euro bei der Bekämpfung von Folgen des Klimaphänomens El Nino. Allein in Äthiopien seien mehr als zehn Millionen Menschen vom Hunger bedroht, weil in Folge einer Dürre Ernten ausfielen und Viehfutter fehle, teilte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) am Donnerstag in Berlin mit. 

Die Bundesregierung reagiere mit Finanzhilfen für Saatgut, Futter- und Lebensmittel. Laut Ministerium gehen 40 Millionen Euro an Äthiopien sowie insgesamt 30 Millionen Euro an Somalia, Südsudan, Kenia, Sambia und Länder in Zentralamerika.

Das unregelmäßig alle drei bis sieben Jahre auftretende Wetterphänomen El Nino bezeichnet einen Stillstand oder sogar die Umkehr der normalen Meeresströmungen im Südpazifik. Das meist um die Weihnachtszeit auftretende Ereignis sorgt derzeit für Überschwemmungen in Südamerika und dem Süden der USA sowie für Dürren in Afrika.

Nach Darstellung von Klimaexperten ist der gegenwärtige El Nino einer der stärksten seit Jahrzehnten. Laut Müller bedroht der Klimawandel auch mittelfristig weite Teile der Landwirtschaft Afrikas. Dürren und Fluten nähmen weltweit in Stärke und Häufigkeit zu. So könnten zum Beispiel wegen des Klimawandels die Getreideerträge in Afrika bis 2050 um bis zu 17 Prozent zurückgehen - während sich die Bevölkerung verdoppeln werde.

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