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Religionsfreiheit – ein umkämpftes Menschenrecht

Das Recht auf Religionsfreiheit erhebt als Menschenrecht einen universalen Geltungsanspruch. Während Art. 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 das Bekenntnis nahezu aller Mitglieder der Vereinten Nationen zum Recht auf Religionsfreiheit, verstanden als ein Menschenrecht, formuliert hat, garantiert ihm Art. 18 des Paktes über bürgerliche und politische Rechte von 1966 einen völkerrechtlich verbindlichen Schutz.

Dazu haben sich auch mehrere regionale Schutzsysteme verpflichtet, darunter insbesondere die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten von 1951. Dennoch wird das Recht auf Religionsfreiheit in vielen Teilen der Erde verletzt, relativiert, instrumentalisiert, uminterpretiert und ausgehöhlt.

Mit der Erklärung über die Religionsfreiheit des Zweiten Vatikanischen Konzils vom 7. Dezember 1965 bekennt sich die Weltkirche zu der Auffassung, „dass die menschliche Person das Recht auf religiöse Freiheit hat“, versteht dieses Recht als „in Wahrheit auf die Würde der menschlichen Person selbst gegründet“ und verlangt seinen Schutz durch die staatliche Rechtsordnung: „Dieses Recht der menschlichen Person auf religiöse Freiheit muss in der rechtlichen Ordnung der Gesellschaft so anerkannt werden, dass es zum bürgerlichen Recht wird.“

Gerade weltkirchlich engagierte Christen können die vielfältigen Gefährdungen der Religionsfreiheit nicht unberührt lassen. Die Jahrestagung Weltkirche und Mission 2018 will deshalb von 4. bis 6. Juni in Würzburg der Frage nachgehen, welchen Beitrag Christen zu ihrem Schutz leisten können.

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Dossier

„Religionsfreiheit – ein umkämpftes Menschenrecht“. Das ist das Thema der Jahrestagung Weltkirche und Mission vom 4. bis 6. Juni 2018 in Würzburg.


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